Social Media in Navigationssystemen

Bekannt ist, dass  Social Media das Web 2.o ablöst. Während Web 2.0 die Interaktivität und Usability von Webseiten weitgehend verbessert hat, bietet Social Media das Internet zum mitmachen und zwar für Jedermann!

Bekannte Social Media Plattformen sind bspw. Facebook, Twitter, Xing und noch viele andere. Social Media muss aber nicht immer zwingend etwas mit einer Dot-Com Domain zu tun haben. Auch Bewertungsfunktionen  gehören bereits zu Social Media. Bevor man bspw. ein Hotel bucht, ließt man Bewertungen – nach dem Hotelbesuch wird die eigene Meinung kundgetan und das Hotel mit 1 bis 5 Sternen ausgezeichnet. Bloogs gehören auch dazu. Derzeit werden die aktiven Bloogs weltweiten  auf ca. 120 Millionen + 1 (ich hab ja jetzt auch einen) geschätzt. Der Grund für den Social Media Boom ist einfach -  jeder kann mitmachen. Aber warum beschränkt sich Social Media derzeit nur auf den Internetsektor? Anhand eines Beispiels zeige ich wie wertvoll Social Media in Navigationssystemen werden kann – alles was hier dann noch fehlt ist der Mut eines Herstellers.


Technische Vorraussetzungen:

Neben den üblichen Funktionen sollte das Navi für Social Media über einen Internetanschluß verfügen. Entweder werden vorhandene Zugänge verwendet (UMTS vom Handy) oder es
wird ein eigenes UMTS-Modem in das Gerät integriert. Die Kosten für einen UMTS-Internet-Vertrag beginnen bei uns in Österreich bei € 9 pro Monat für 3 GB (Angebot von drei.at) Alternativ gibt es aber auch genügend Prepaid-UMTS-Verträge (Wertkarten-Internet).

Wenn die technischen Vorraussetzungen gegeben sind, muß nur noch die Software funktionieren.

Ich helfe dem Navi und das Navi hilft mir:

Das Navi zeigt mir:

  • Straßensperren
  • Polizeikontrollen
  • Geisterfahrer
  • das soeben empfohlene Hotel/Restaurant
  • Stau

an.

Ich helfe dem Navi und gebe Infos wie:

  • Straßensperren
  • Polizeitkontrollen
  • Geisterfahrer
  • das soeben empfohlene Hotel/Restaurant
  • Stau

weiter.

Wie funktioniert das in der Praxis. Eine Fahrt von Salzburg nach Wien auf der A1.

Navi: In 500 m wurde uns vor 10 Minuten eine Polizeikontrolle gemeldet
Navi: Punkt wird auf der Straßenkarte markiert

Nach parsieren dieses Punktes:

Navi: Ist die Polizeikontrolle noch Aufrecht?
Der Autofahrer hat nun die Möglichkeit zu interagieren. “Kontrolle noch Aufrecht” oder “Habe keine Kontrolle bemerkt”

Dieses Spiel läßt sich natürlich mit den anderen noch genannten Punkten wiederholen. Aber was motiviert einen Autolenker Informationen weiterzugeben bzw. wie kann man sicher gehen dass der Autolenker keinen Blödsinn eingegeben hat?

Einer für alle – alle für einen!

Frei nach dem Prinzip wenn ich diese Information kostenlos erhalte, kann auch ich Informationen kostenlos weitergeben die anderen weiterhelfen. Ich denke, dass dies Grund genug sein dürfte und wenn nicht, erhält der Autolenker des Navigationsherstellers für jede Nachricht die er in das Navi speist Punkte. Ab einer bestimmten Punkteanzahl gibt es dann vielleicht ein kostenloses Straßenkartenupdate oder 10% Rabatt auf ein neues Navigationssystem. Immerhin hat der Hersteller von so einem System schon sehr viel den er hat kostenlose LIFE-Daten auf seinen Straßenkarten! Und die Konsumenten? Die werden diese Life-Daten lieben und pflegen.

Jeder Autolenker wird bewertet:

Es wird sie geben wie überall in unserer Gesellschaft – die schwarzen Schafe (Mitbewerb des Navi-Herstellers, halbstarke, etc). Falschdaten wird es geben deshalb wird jede eingegange Nachricht überprüft. Bei einer hohen Dichte der Navis, dürfte bspw. eine Polizeikontrolle binnen Minuten 10x Bewertungen haben. Je öfter der Autolenker “wahre” Daten hergibt ,desto höher wird seine Glaubwürdigkeit.  Ein Autolenker der ständig Blödsinn in das Navi eingibt wird hingegen “ignoriert”.

Ich denke dass ist die Zukunft – würde es so etwas geben ich würde es haben wollen! Wenn es so etwas schon gibt, bitte ich um einen Kommentar!


 

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